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Ritter-Rain-Wanderweg

Kotzau war ehemals ein Reichslehen und die Besitzer reichsunmittelbare Herren. Somit ragten die mit dem Reichslehen reich begüterten Herren von Kotzau und der Ort Kotzau nach Bedeutung und rechtlichem Status über die meisten anderen Siedlungen in der Region hinaus, da sie mit dem kaiserlichen Sonderrecht einer kaiserlichen Freiung (Freistätte) und der Hohen Gerichtsbarkeit über Hals und Hand zwei bedeutende Privilegien inne hatten.

Innerhalb der Kaiserlichen Freiung waren die Straftäter vor etwaiger Schnelljustiz und Blutrache sicher und konnten von Kaiser und Reich garantiert in Ruhe ihrem ordentlichen Prozess entgegensehen. Damit erscheinen die Herren von Kotzau als die ersten Gerichtsherren, denen der Ort Kotzau für die im Reich geleisteten Dienste zu Lehen gegeben wurde. Deshalb standen der Herrschaft neben anderen Rechten auch die Hochgerichtsbarkeit und die Halsgerichtsbarkeit innerhalb des Burgfriedens zu. Als Burgfrieden bzw. Burgfriede bezeichnete man im Mittelalter einen Hoheitsbereich um eine Burg, in dem Fehden, also Feindeshandlungen von Privatpersonen untereinander, unter Androhung der Acht (Ächtung) verboten waren. 

Eine solche Befreiung befand sich auf dem Döhlauer Berg auf der Grenzscheide der Güter Kotzau und Döhlau, wo auch einer der letzten von Kotzau verblieben ist. Diese Stelle heißt heute noch „Ritterrain“. Hier duellierten sich die Adligen, ohne dass die Tat gerichtlich verfolgt wurde. Diese Freiungen, die schon länger bestanden, wurden von Kaiser Sigismund am 2. September 1424 erneut bestätigt. Leichtfertig setzten in alter Zeit bei Streitigkeiten die adligen Hitzköpfe ihr Leben aufs Spiel. Schon eine ehrenrührige Bemerkung oder ein falsches Wort veranlasste die edlen Abkömmlinge den Streit mit einem Duell zu beheben, indem sie das Messer, Schwert oder den Degen zückten. Nach dem sog. Ehrenkodex vergangener Tage entschieden auch in unserer Gegend Duelle den Streit. Und in Bezug zur zweiten Freiung am Ritterrain kam es zu folgendem Vorfall:
Jobst von Falkenstein, der einen Teil des „Unteren Gutes“ bewirtschaftete, hatte Herrn von Koseritz in seiner Wohnung aufgenommen. Bei einem Besuch beider auf dem Oberkotzauer Schloss gerieten Hannß Christoph von Falkenstein und ein Herr von Koseritz von Groß-Böhla wegen eines Heiratsversprechens der Brüder Müffling so aneinander, dass sie am Morgen des nächsten Tages, am 03.12.1661 um der Gerechtigkeit Genüge zu tun, frühmorgens auf dem Ritterrain auf der Döhlauer Höhe neben der St. Veits-Kapelle zwischen Oberkotzau und Döhlau zum Zweikampf gegeneinander antraten. Wolf Christian war als Sekundant des von Falkenstein mit dabei. Als das Duell bereits endete und keiner zu Tode kam und die Kontrahenten auseinander gehen wollten, kam es plötzlich zu einem Wortwechsel zwischen dem von Koseritz und Wolf Christian von Kotzau, wobei Wolf Christian von Kotzau den Herrn von Koseritz angriff und beide dabei letztlich mit ihren Degen mit solcher „Foury“ (Rage) aufeinander stachen, dass „der eine hin, der andere hergefallen –tot liegen blieben“.

Laut Sterberegister hinterließ Wolf Christian von Kotzau eine Tochter, die mit Christoph Friedrich von Reitzenstein vermählt war. Sein Sohn, Hans Friedrich war bereits 1633 als 12-jähriges Kind gestorben. So erlosch das einst blühende und ruhmreiche Geschlecht. Weiter wurde berichtet: „Herr von Koseritz, 32 Jahre, seines Alters sei nun in die hiesige Kirche mit Gesang und Klang, auch mit Verrichtung einer abgelegten Predigt; Wolf Christian von Kotzau uf die etzliche 50 Jahr gebracht aber auch dahin in Ihre Begräbniß ohne Gesang und Klang und Predigt bis uf einziges Mal zusammenschlagen beygesetzt worden. Denen Gott gnade“. Wolf Christian von Kotzau war für eine standesgemäße Beisetzung zu arm. Andere Überlieferungen besagen, beide Kontrahenten sollen bei den zwei dort stehenden Bäumen am früheren Fußweg von Döhlau nach Oberkotzau begraben worden sein, da nach der Reformation (hier ab ca. 1545-49) dazu die Kirche eine christliche Bestattung versagte. Im Markt gab es das Szenario als der neue Gottesacker oberhalb der Kappel erbaut wurde, da dort noch keine Kirche stand..

Jean-Paul-Weg

Wanderungen mit literarischen Stationen auf den Spuren Jean Pauls von Joditz bis Sanspareil

Der Jean-Paul-Weg ist ein ca. 200 km langer, in 10 Etappen unterteilter Wanderweg mit über 160 literarischen Tafeln mit Aphorismen von Jean Paul und 25 Hinweisen zur Landschaftgeschichte um 1800. Er leitet den Wanderer durch Orte und Landschaften, die Jean Pauls Leben prägten und die ihm so viel bedeuteten.

Die grünen Text-Tafeln und Großstationen am Weg begleiten den Wanderer literarisch-philosophisch und bringen ihn dem Dichter näher und führen zu der Erkenntnis, dass nicht wenige der Gedanken Jean Pauls eine zeitlose Aktualität besitzen.

Die 2. Etappe des Jean-Paul-Weges führt zwischen Hof und Schwarzenbach über Oberkotzauer Gebiet.

Zum Jean-Paul-Weg gibt es 4 Wanderflyer mit 10 Etappen-/Streckengrafiken in den Tourismusbüros.

Ökumenischer Bibelweg

Der Oberkotzauer Bibelweig ist einmalig in Deutschland und tut sowohl dem Körper, als auch der Seele gut. Er verbindet die evangelische St. Jakobus-Kirche mit der katholischen St. Antonius-Kirche sowohl örtlich als auch über die Konfessionen hinweg und möchte Einklang und Einverständnis in einer „gelebten Ökumene“ schaffen.

Entlang des Weges sind 17 optisch ansprechende Stelen errichtet worden, auf denen Bibelverse zu lesen sind, die zum Nachdenken anregen und die die Bibel wieder mehr in den Alltag integrieren sollen. Sie stehen felsenfest, bei Wind und Wetter und trotzen allen Stürmen. Genauso sollen sie auch Zeugen der prägenden Kraf Gottes sein, die in den Bibelversen steckt. Die Verse wurden von Oberkotzauern ausgewählt und sind für sie von großer persönlicher Bedeutung.

Streckenweise läuft der Bibelweg direkt am Saale-Radweg entlang. Weitere Stelen wurden später auch in Hof aufgestellt. Auch innerhalb des Marktes Oberkotzau fand eine Erweiterung des Weges statt: Er verbindet nun die beiden Kirchen auch mit einigen wichtigsten zentralen Gebäuden, wie z.B. der Christuskirche, dem ev. Gemeindezentrum, dem Lutherstift und dem Schloss.

Im Juni 2004 wurde das Projekt vom evangelischen Regionalbischof Wilfried Beyhl und dem katholischen Regionaldekan Josef Zerndl eingeweiht.

Jakobsweg

Ein Nebenweg des Jakobsweges führt von Hof über Oberkotzau und Schwarzenbach Richtung Weißenstadt. Auf Oberkotzauer Gebiet verläuft er auf der Route des Jean-Paul-Weges.

Weitere Wanderwege in Oberkotzau – Fichtelgebirgsverein

Kornbergweg

17 km bis zum Großen Kornberg (826 m) – Markierung weiß-blau

verläuft anfangs auf dem Jean-Paul-Weg Richtung Fattigau

Bhf. Oberkotzau – Galgenleite – Lamitzgrund – Quellenreuth – Hohehäuser (Pilgramsreuth) –Steinbachgrund – Aussichtsturm Schönburgwarte

dann Abstieg zum Haltepunkt Kirchenlamitz Ost, 4 km – Möglichkeit zur Rückfahrt mit dem Zug

Rundwanderweg 1:   9 km

Autengrün – Eiersitz – Untreubach – Eppenreuther Mühle – Untreusee – Bismarckeiche – Wendler – Autengrün

Seenweg

Untreusee – Eppenreuther Mühle – Wustuben – Unterpferdt – Oberer Lerchenberg – Stobersreuth (wei

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