Begegnungscafé mit Rainer Pentner
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Datum
6. Mai 2026
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Uhrzeit
14:30
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Jugendtreff
Bahnhofstraße 2
Je näher die Zeitabschnitte liegen, über die Rainer Pentner im Bürgertreff Oberkotzau berichtet, desto weniger spektakulär hören sie sich an. Dabei stimmt dieser Eindruck so gar nicht, denn man muss bedenken, dass sich die Zeiten geändert haben und dass fast alle Menschen im Publikum z. B. den Zeitabschnitt von 1990 bis zum Jahre 2010 persönlich miterlebt haben. Eigentlich könnten alle zu diesen „alten“ Bildern etwas aus ihrer eigenen Erfahrung beitragen über Hintergründe und Zusammenhänge – und das tun manche auch. „Das war die Schwester von….“ oder „die Nachbarin meiner Cousine hat immer gesagt, dass …“ oder „hinter dem Haus war damals noch….“ wissen die Stimmen aus dem Hintergrund.
Rainer Pentner erzählt vom Wohnhausbrand in der Kautendorfer Straße und wie es dazu kam. Er berücksichtigt die Folgen der Grenzöffnung, auch wenn das alte Rathaus im Jahr 1991 nicht deswegen abgerissen wurde, sondern weil es nach 100 Jahren nicht mehr zeitgemäß und ansehnlich genug war. Er wusste, wann Garten-Dehner gebaut und eröffnet wurde, wann die Sparkasse umgezogen ist und wann die ersten Neigetechnikzüge fuhren. Dass Fußballplatz und Friedhof einige Zeit mit Wasser aus Autengrün versorgt wurden und wie das Terrassenschwimmbad früher ausgesehen hat. Die Geschichten rund um den Bau des Sautreiberbrunnens sind bekannt, auch dass er später – im Jahr 2008 – ein Opfer von Vandalismus wurde.
Die jahrelangen Diskussionen um das Summa-Gelände einerseits und die Umfahrung von Oberkotzau andererseits wurden thematisiert. Mehrere Bilder zeigte Pentner zu den immer wieder auftretenden Hochwasserereignissen; bis die Hochwasserfreilegung endlich positiv wirkte. Neue Baugebiete wurden ausgewiesen, in Fattigau ein Gehweg angelegt, wichtige Grundstücke von der Gemeinde käuflich erworben. Bereits seit 1997 gibt es die renommierte Gaststätte „Sowieso“; wenn sie nicht gekommen wäre, wäre das Gebäude irgendwann abgerissen worden, wird vermutet. Die Veränderungen im Bahnhofsbereich sind deutlich sichtbar, der Bauhof wurde eingeweiht, wo früher das Bahnbetriebswerk stand.
Firmen gingen in die Insolvenz, brannten ab oder wurden neu angesiedelt. Pfarrer kamen und gingen, nach Bürgermeister Schrödel kam der immer noch amtierende Bürgermeister Breuer. Die Saaletalhalle wurde im Jahr 2003 gebaut und erlebte einige Sternstunden durch internationale Wettkämpfe. Im August des gleichen Jahres gab es einen Hitzerekord von
35 Grad; heutzutage ist das fast schon Alltag. 2008 war ein wichtiges Jahr: die alte Schule sollte abgerissen werden und wurde durch einen Bürgerentscheid „gerettet“. Heute hat sich diese Entscheidung als richtig erwiesen. Ein Jahr später wurde das Gebäude der Fa. Summa abgerissen – heute befindet sich dort der Wohnmobilstellplatz und der Fernwehpark; das Gelände ist ein kleines Ausflugsziel für Familien und Touristen geworden.
In einigen Wochen geht es weiter mit der Bilderschau – dann will Rainer Pentner die Geschichte der Wirtshäuser in Oberkotzau und Umgebung beleuchten. Herzliche Einladung für Mittwoch, den 6. Mai um 14:30 Uhr (Einlass ab 14:00 Uhr).